FlussArt, basierend auf der „Hochwasser-Methode“

Wäre das alles hier so von einem bekannten Künstler, möglichst männlich, arrangiert worden, wäre es Kunst. Hochdotierte Kunst, wenn er sich in den richtigen Kreisen einen Namen gemacht hat. Presseleute würden mit ihren großen Objektiven über die Salzachböschung klettern, um das beste Bild zu erhaschen. Champagner und exklusive Brötchen würden bei der Vernissage dargereicht. In ausschweifenden Worten würde der Künstler darüber berichten, was ihn dazu veranlasst hat, seine Installation genau auf diese Weise zu arrangieren.

Es ist Müll, ja. Arrangiert von den Hochwässern der Salzach. „Wenn ich schon all das abbekomme, was eure Konsumgesellschaft abwirft, dann nehme ich mir zumindest die Freiheit, es so zu arrangieren, wie es mir gefällt. Meine FlussArt, entstanden aus eurer Unart mir gegenüber. Nur ich kann den alten Radschlauch wie eine Schlange um die Äste winden. Nur ich kann Eulen entstehen lassen aus roten Stofffetzen und sie gleichzeitig wie eine Hexe im Landeanflug erscheinen lassen. Ich mache das Beste aus eurem Unrat – FlussArt.“

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