Schäffler-Tanz | Berchtesgaden 2026

Alle sieben Jahre tanzen sie, die Schäffler in Berchtesgaden. Bereits seit Alters her bringen die Schäffler ihren beliebten Zunfttanz dar. Um die Lebensfreude wieder zu wecken, nach dem Ende der Pest, wurde dieser alte Heros-Frühlingstanz neu belebt, so die Überlieferung.

Überall, wo die Schäffler tanzen, erscheinen sie in weiß-rot-schwarz, den uralten Farben der Dreifachen Göttin der Jungsteinzeit. Sie tanzen mit immergrünen Bögen, tanzen durch den Hauptbogen hindurch hinein ins neue Jahr. Das junge Leben hüpft und springt ausgelassen und Reifen schwingend in Gestalt der Kinder zwischen den Tänzern herum.

Der Reifenschwinger vollbringt sein Meisterstück und der Kasperl macht allerlei lustige Späße, während die Zuschauerinnen von seinem Kasperl-Kollegen „gesaubladert“ werden, „um ihnen die Freudlosigkeit auszutreiben“. Auf dass es ein in vielerlei Hinsicht fruchtbares, neues Jahr werden möge!

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Tanz der Pfannenflicker | Bad Reichenhall 2026

Traditionelles Faschingsbrauchtum in Bad Reichenhall: Der „Tanz der Pfannenflicker“, bei dem ausschließlich historisch überlieferte Tanzfiguren gezeigt werden

Früher waren die Pfannenflicker dafür zuständig, die Sudpfannen der Saline instand zu halten, außerdem reparierten sie Koch- und Waschpfannen in privaten Haushalten. In den 1920er-Jahren wurde ihre Zunft in den Trachtenverein Alt Reichenhall eingegliedert.

Nach dem Ende der Pest traten die Pfannenflicker wieder öffentlich auf und führten ab 1740 einen Tanz auf, der als Zeichen des Dankes und als Symbol für das Überwinden der Seuche galt. Seit 1979 präsentiert der Trachtenverein Alt Reichenhall diesen Tanz erneut im Vierjahresrhythmus.

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Christkindl-Wallfahrts-Museum auf Herbergssuche

Im Christkindl-Wallfahrts-Museum in Siegsdorf im bayerischen Landkreis Traunstein zeigt die Sammlerin und Kunsthandwerkerin Rosi Bauer ehrenamtlich seit 14 Jahren religiöse Volkskunst aus vier Jahrhunderten und sechs europäischen Ländern. Jedoch leider nur mehr bis zum 6. Jänner 2026, dann muss sie das Museum räumen, da das Alte Feilhaus im Ortszentrum von Siegsdorf dem Erweiterungsbau des Naturkunde- und Mammut-Museums weichen muss und im Neubau leider kein Platz mehr für das Christkindl-Museum vorgesehen ist.

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Blaubeuren mit URMU, dem „Blautopf“ und der „Schönen Lau“

Als Veranstaltungsort der Göttinnenkonferenz 2024 ist Blaubeuren in meinen landschaftsmythologischen Fokus gerückt. Dieses beschauliche Städtchen liegt im Osten des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg im Alb-Donau-Kreis. Die markanteste und eindrücklichste Sehenswürdigkeit Blaubeurens, wie alte Kultorte heutzutage gerne bezeichnet werden, ist der „Blautopf“: eine Karstquelle, aus der die „Blau“ entspringt, ein Nebenfluss der Donau.

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Konzert in der „Hohle Fels“ – Höhle mit Judith Maria Günzl

Ein besonderes Erlebnis war für mich das Live-Konzert mit Judith Maria Günzl in der „Hohle Fels“-Höhle in Schelklingen, welches als Rahmenprogramm zur Göttinnen-Konferenz 2024 in Blaubeuren veranstaltet wurde.

In der „Hohle Fels“-Höhle im Achtal, dem Urtal der Donau, wurde 2008 die sogenannte „Venus vom Hohle Fels“ gefunden. Diese „Urmutter vom Hohle Fels“ ist die bisher älteste bekannte, von Menschenhand geschaffene Frauenfigur und auch die älteste figürliche Darstellung eines Menschen weltweit. Sie hat über 40.000 Jahre lang, tief verborgenen im Erdreich, den Eingang zur Schelklinger Höhle gehütet, der größten Hallenhöhle der Schwäbischen Alb.

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Ein-gesponnene Welt

Ein Naturschauspiel der speziellen Art und Weise hab ich heute bei meiner Frau See entdeckt: Gespinstmotten haben am Abtsee eine Welt gewoben, wie ich sie noch nie gesehen hab. Ganze Bäume sind von unten bis oben mit dem weißen Gespinst überzogen und bizarre Formen säumen den Wegesrand.

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Endlich wieder Weibamarkt!

Nach der coronabedingten Pause war es am vergangenen Wochenende endlich wieder soweit: Weibamarkt in Bad Aibling! Drei Tage voll mit bereichernden und nährenden Begegnungen, interessanten Gesprächen und der Erkenntnis, dass es noch viele Gedanken von klugen Frauen braucht in dieser Welt…

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Das Tulpen-Labyrinth im Park von Hellbrunn

Die Urform des Labyrinths, das als klassisches oder kretisches Labyrinth bezeichnet wird, vermittelt uns Vertrauen und Sicherheit, denn wir können uns darin nicht verirren wie im patriarchalen „Irrgarten“. Ins Labyrinth gehen wir hinein, Schritt für Schritt, wir kommen ins Zentrum, verweilen dort für eine Weile, wenden dann unseren Weg, um Schritt für Schritt wieder herauszugehen.

Bei den Brunnen der Andersweltgöttin Hel, dem schwarzen Aspekt der Holle, da ist es in diesem Frühling erblüht, das Tulpen-Labyrinth. Gestaltet von Marianne Ewaldt und Norbert Kopf und gepflanzt vom Garten-Team des Hellbrunner Parks, in Anlehnung an die menschlichen Chakrenfarben, von Rot im Außen bis Violett im Inneren.

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Ein neues Jahr des Wachsens und des Lebens beginnt

Brigid ist die Göttin des Neubeginns. Sie bringt die neue Schöpfung in die Welt, denn dieses Jahr ist noch ganz jung und erst im Werden. Aus ihrem „Kessel der Inspiration“ schenkt sie uns die geistige Wiedergeburt. Das Licht hat nun von Neuem die Kraft, das Leben wieder zu erwecken, deshalb ist Lichtmess das erste Fest des neuen Jahreszeiten-Zyklus. Ein neues Jahr des Wachsens und des Lebens und die Zeit des leichten Seins beginnt. Das strahlende, klare Licht, das in diesen Tagen wiederkommt, bringt eine heitere, bringt uns eine „närrische“ Energie. 

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FlussArt, basierend auf der „Hochwasser-Methode“

Wäre das alles hier so von einem bekannten Künstler, möglichst männlich, arrangiert worden, wäre es Kunst. Hochdotierte Kunst, wenn er sich in den richtigen Kreisen einen Namen gemacht hat. Presseleute würden mit ihren großen Objektiven über die Salzachböschung klettern, um das beste Bild zu erhaschen. Champagner und exklusive Brötchen würden bei der Vernissage dargereicht. In ausschweifenden Worten würde der Künstler darüber berichten, was ihn dazu veranlasst hat, seine Installation genau auf diese Weise zu arrangieren.

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